As built – Lüftungskanäle, Rohrleitungen und Scan-Zielmarken unter der Hallendecke

As-built-Dokumentation: Inhalt, Ablauf und Nutzen

As built heißt „wie gebaut“. Eine As-built-Dokumentation zeigt ein Gebäude so, wie es tatsächlich dasteht – mit allen Umbauten, versetzten Wänden und neu verlegten Leitungen, die in keinem Genehmigungsplan stehen. Für Umbau, Sanierung und Betrieb ist sie die einzige Planungsgrundlage, auf die Sie sich verlassen können.

Kurzantwort

As built bezeichnet den tatsächlich ausgeführten Zustand eines Bauwerks. Die Dokumentation umfasst Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Haustechnik und oft ein 3D- oder BIM-Modell. Erstellt wird sie heute meist per 3D-Laserscan: Die Punktwolke erfasst den Ist-Zustand vollständig, daraus entstehen Pläne mit ±20 mm Modellgenauigkeit, auf Wunsch ±10 mm.

Inhaltsverzeichnis
±20 mm
Modellgenauigkeit
LOD 200–400
Detaillierungsgrad BIM
20–50 Mio.
Messpunkte je Objekt
10–15
Werktage Lieferzeit
Definition

Was bedeutet „as built“ im Bauwesen?

Der Begriff kommt aus dem Englischen: as built bedeutet wörtlich „wie gebaut“. Im Bauwesen meint er die Dokumentation des Zustands, der nach Abschluss der Bauarbeiten tatsächlich vorhanden ist – nicht den Zustand, der einmal geplant war. Im deutschen Sprachgebrauch finden Sie dafür auch die Begriffe Bestandsdokumentation, Revisionsplanung oder Revisionsunterlagen.

Eine solche Dokumentation kann aus klassischen 2D-Plänen bestehen, aus einem 3D-Modell oder aus einem BIM-Modell mit Bauteilinformationen. Entscheidend ist nicht das Format, sondern der Inhalt: Jede Wand, jede Öffnung und jede relevante Leitung muss dort liegen, wo sie in der Realität liegt. Ein Plan, der den Sollzustand zeigt, ist kein As-built-Plan – auch wenn er „Bestand“ im Titel trägt.

Das Thema betrifft nicht nur Neubauten. Gerade im Bestand ist die Frage „Wie ist es wirklich gebaut?“ zentral: Über Jahrzehnte summieren sich Umbauten, Nutzungsänderungen und Reparaturen, die selten sauber nachgetragen wurden. Für Architekten, Fachplaner, Facility Manager und Eigentümer ist diese Dokumentation deshalb der Startpunkt jeder seriösen Planung.

As built – Punktwolke über Gebäudemodell, Abweichungen orange markiert
Soll-Ist-Vergleich: Wo die Punktwolke vom Modell abweicht, wird der tatsächlich gebaute Zustand sichtbar.
Abgrenzung

As built, as planned, Bestandsplan: die Abgrenzung

Rund um as built kursieren mehrere Begriffe, die oft vermischt werden. Die Unterscheidung ist wichtig, weil jeder Begriff eine andere Aussage über die Verlässlichkeit eines Plans trifft.

Begriff Zeigt Typische Quelle Verlässlich für Planung?
As planned / Entwurf Geplanter Sollzustand Entwurfs- und Genehmigungsplanung Nein, Abweichungen üblich
Ausführungsplanung Zustand, wie er gebaut werden soll Werk- und Detailpläne Nur eingeschränkt
As built / Revisionsplan Tatsächlich ausgeführter Zustand Nachtragung nach Bauende oder Aufmaß Ja, wenn auf Messung basierend
As is / Ist-Zustand Heutiger Zustand inkl. späterer Änderungen Aktuelle Bestandsaufnahme Ja, Stand des Aufnahmedatums
Bestandsplan (Bauakte) Zuletzt eingereichter Planstand Archiv der Baurechtsbehörde Nein, oft veraltet

In der Praxis verschwimmen „as built“ und „as is“: Ein Revisionsplan von 1995 war damals as built, ist heute aber womöglich überholt. Wenn wir in diesem Artikel von as built sprechen, meinen wir deshalb immer den gemessenen Ist-Zustand zum Zeitpunkt der Aufnahme.

🚩 WichtigEin Bestandsplan aus der Bauakte ist kein Revisionsplan. Er zeigt den Stand, der der Behörde zuletzt vorgelegt wurde. Ob danach umgebaut wurde, sagt er nicht – und ob er dem genehmigten Zustand entspricht, ist eine baurechtliche Frage, die Sie mit Fachleuten für Baurecht klären sollten.
Inhalt

Was gehört in die Dokumentation?

Welche Unterlagen die Dokumentation enthält, hängt vom Zweck ab. Für einen Umbau im Wohnungsbau genügen oft Grundrisse und Schnitte, für eine Produktionshalle mit neuer Anlagentechnik brauchen Sie zusätzlich die Lage von Trassen, Stützen und Kranbahnen. Die folgenden Bausteine sehen wir in unseren Projekten am häufigsten:

2DGrundrisse aller GeschosseWände, Öffnungen, Treppen, Schächte, Raumhöhen und Flächen – verformungsgerecht, also mit realen Winkeln statt idealisierter Rechtwinkligkeit.
2DSchnitte und AnsichtenHöhenlagen von Decken, Unterzügen, Brüstungen und Dachkonstruktion sowie Fassadenansichten mit Fenstern und Gliederung.
TGAHaustechnikLage von Lüftungskanälen, Rohrleitungen, Kabeltrassen und Sprinklerleitungen, soweit sichtbar und für die Planung relevant.
3DPunktwolke und ModellDie registrierte Punktwolke als Rohdaten-Archiv und ein 3D- oder BIM-Modell im gewünschten Detaillierungsgrad.
FotoPanoramen und FotodokumentationSphärische Bilder an jedem Scanstandort, mit denen Sie später virtuell durch das Gebäude gehen.
DatenFlächen und MengenFlächenaufstellungen und Mengen als Grundlage für Kostenschätzung, Ausschreibung und Mietflächen.

Wichtig ist eine klare Festlegung vorab: Welche Bauteile werden modelliert, welche nur in der Punktwolke vorgehalten? Verdeckte Leitungen in Wänden oder unter Estrich kann keine optische Messmethode erfassen. Eine gute Bestandsdokumentation benennt solche Grenzen offen, statt sie stillschweigend zu übergehen.

Praxis

Warum Pläne und gebauter Zustand auseinanderlaufen

Dass gebauter Zustand und Plan auseinanderlaufen, ist kein Ausnahmefall, sondern die Regel. In unseren Stuttgarter Projekten sehen wir immer wieder dieselben Ursachen:

✓Änderungen während der Bauphase: Wände werden versetzt, Durchbrüche verschoben, Leitungen anders geführt – und niemand trägt es nach.
✓Spätere Umbauten: Mieterausbauten, neue Bäder, zusammengelegte Räume oder eingezogene Zwischendecken landen selten in den Plänen.
✓Gewachsene Produktionshallen: Jede neue Maschine bringt neue Fundamente, Trassen und Bühnen. Nach einigen Jahren ähnelt die Halle ihrem Ursprungsplan kaum noch.
✓Altbau-Geometrie: Wände sind nicht lotrecht, Räume nicht rechtwinklig, Decken hängen durch. Ein idealisierter Plan bildet das nicht ab.
✓Verlorene oder unlesbare Unterlagen: Pläne liegen nur auf Papier, in veralteten Dateiformaten oder gar nicht mehr vor.

Die Folgen zeigen sich erst später – und dann teuer: Eine neue Lüftung passt nicht unter den Unterzug, vorgefertigte Bauteile treffen die Anschlüsse nicht, eine Maschine kommt nicht durch das Tor, für das sie geplant war. Wer auf einen veralteten Plan setzt, verlagert das Risiko von der Planung auf die Baustelle.

Methoden

Methoden der Aufnahme im Vergleich

Für die Erfassung des tatsächlichen Zustands stehen drei Verfahren und ihre Kombination zur Wahl. Sie unterscheiden sich deutlich in Aufwand, Vollständigkeit und Ergebnis.

Methode Stärken Grenzen Geeignet für
Handaufmaß Geringer Geräteaufwand, für kleine Räume schnell Lückenhaft, fehleranfällig bei schiefen Wänden und großen Höhen Einzelne Räume, einfache Grundrisse
Tachymeter Einzelpunkte sehr verlässlich, ideal als Kontrollnetz Nur ausgewählte Punkte, keine Flächenerfassung Passpunkte, Achsen, Ingenieurvermessung
3D-Laserscan Erfasst alle sichtbaren Oberflächen vollständig Verdeckte Bauteile bleiben unsichtbar Gebäude, Hallen, TGA, Fassaden
Laserscan + Tachymeter Vollständige Erfassung mit geprüfter Lage Etwas höherer Aufwand vor Ort Anspruchsvolle As-built-Projekte

Für eine belastbare Erfassung hat sich die 3D-Laservermessung durchgesetzt. Der Scanner sendet Millionen Laserpulse pro Sekunde aus und erfasst so Wände, Decken, Stützen und Installationen in einem Durchgang. Mit Tachymeter-Kontrollpunkten lässt sich die Lage der Punktwolke zusätzlich prüfen und in ein übergeordnetes Koordinatensystem einhängen.

💡 TippFragen Sie bei jedem Angebot nach, wie die Qualität der Punktwolke kontrolliert wird. Ein Modell, das nur gegen die eigene Punktwolke geprüft wird, kann deren Fehler nicht aufdecken. Unabhängige Kontrollpunkte schließen diese Lücke.
Ablauf

Ablauf in sechs Schritten

Eine Dokumentation per Laserscan folgt bei uns einem festen Ablauf. Je klarer die ersten beiden Schritte sind, desto weniger Nacharbeit entsteht am Ende.

01

Anfrage und ZieldefinitionSie beschreiben Objekt, Zweck und gewünschte Ergebnisse. Wir klären, welche Pläne, welches Modell und welcher Detaillierungsgrad wirklich gebraucht werden.

02

Angebot und LeistungsumfangFestgelegt werden Aufnahmebereiche, Modellinhalte, Genauigkeitsklasse, Datenformate und Liefertermine.

03

Erfassung vor OrtScan des Gebäudes, ergänzt um Kontrollpunkte mit Tachymeter oder GPS. Ein Einfamilienhaus dauert 2–4 Stunden, ein Mehrfamilienhaus 6–8 Stunden, Gewerbe mit 2.000 m² 1–2 Arbeitstage.

04

Registrierung und PrüfungDie Einzelscans werden zu einer Punktwolke zusammengeführt, bereinigt und gegen die Kontrollpunkte geprüft. Die Punktwolke steht innerhalb von 1–2 Tagen nach der Erfassung bereit.

05

AusarbeitungAus der Punktwolke entstehen Grundrisse, Schnitte, Ansichten und auf Wunsch ein 3D- oder BIM-Modell. Zwischenstände stimmen wir mit Ihnen ab.

06

Qualitätsprüfung und ÜbergabeAbschließende Kontrolle des Modells gegen die Punktwolke und die Kontrollpunkte, Übergabe in den vereinbarten Formaten inklusive Punktwolke.

Für Architekten hat dieser Ablauf einen praktischen Vorteil: Viele Rückfragen, die sonst einen weiteren Ortstermin erfordern würden, beantworten Sie direkt in der Punktwolke oder in den Panoramabildern. Sie messen nach, statt erneut hinzufahren.

Datenprodukt

Von der Punktwolke zum As-built-Modell

Die Punktwolke ist das Rohmaterial, noch nicht das Ergebnis. Sie enthält 20–50 Millionen Messpunkte je Objekt und bildet jede sichtbare Oberfläche ab – aber sie ist kein Plan. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, lesen Sie unseren Beitrag dazu, was eine Punktwolke ist und wie sie entsteht.

Aus der Punktwolke modellieren wir das eigentliche Modell. Bei Scan-to-BIM für Bestandsgebäude entstehen Wände, Decken, Stützen, Öffnungen und auf Wunsch technische Anlagen als Bauteile mit Eigenschaften. Den Detaillierungsgrad legen Sie über die LOD-Stufe fest:

LOD Inhalt des Modells Typischer Einsatz
LOD 200 Bauteile in Lage und Größe, vereinfachte Geometrie Machbarkeit, Flächen- und Volumenstudien
LOD 300 Bauteile mit exakter Geometrie und Öffnungen Entwurf, Genehmigungsplanung, Umbau
LOD 400 Detaillierte Bauteile inkl. Anschlüssen und Ausführungsdetails Ausführungsplanung, Vorfertigung, Denkmal

Wichtig ist die Wahl des richtigen Formats. Für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachplanern eignet sich ein offenes Austauschformat, für die eigene Planung meist das native Format Ihrer CAD- oder BIM-Software. Wie ein As-built-Modell per Scan-to-BIM aufgebaut wird und welche Formate wir liefern, klären wir im Vorgespräch.

Video zum Thema

Vorschaubild zum Video: vom Laserscan einer Produktionshalle zum Modell des tatsächlichen Zustands

Im Video sehen Sie, warum veraltete Pläne bei Umbauten in Produktionshallen zum Risiko werden und wie aus der Punktwolke ein 3D-Modell des tatsächlichen Zustands entsteht, das sich später zum digitalen Zwilling fortschreiben lässt.

Video auf YouTube ansehen →

Genauigkeit

Genauigkeit: was „wie gebaut“ in Millimetern bedeutet

Bei der Bestandsdokumentation geht es um Abweichungen – also muss klar sein, wie genau die Dokumentation selbst ist. Hier werden in Angeboten oft zwei Werte verwechselt: die Genauigkeit des Messgeräts und die Genauigkeit des fertigen Modells.

💡 MerkeUnsere Angabe zur Genauigkeit: ±20 mm Modellgenauigkeit, auf Wunsch ±10 mm; ≤ 10 mm zur Realität mit tachymetrischer Kontrolle.

Der Scanner misst Einzelpunkte mit ±1–5 mm. Das ist ein Gerätewert der Einzelpunkt-Distanzmessung, nicht Modellgenauigkeit. Zwischen Einzelpunkt und fertigem Plan liegen Registrierung, Bereinigung und Modellierung – jeder Schritt bringt eigene Toleranzen mit. Für die Planung zählt deshalb allein die Modellgenauigkeit.

Für die meisten Umbau- und Sanierungsplanungen reichen ±20 mm vollständig aus. Höhere Anforderungen haben Sie etwa bei vorgefertigten Fassadenelementen, Anlagentechnik oder Anschlüssen an bestehende Tragwerke. Dann vereinbaren wir auf Wunsch ±10 mm und setzen Tachymeter-Kontrollpunkte, mit denen sich die Lage zur Realität auf ≤ 10 mm prüfen lässt.

💡 TippLegen Sie die Genauigkeitsklasse vor der Beauftragung schriftlich fest – getrennt nach Bauteilgruppen, wenn nötig. Eine einheitlich höhere Genauigkeit für das ganze Gebäude ist selten nötig und treibt den Aufwand.
Kosten

Kosten und Zeitrahmen

Die Kosten hängen von Fläche, Komplexität, Detaillierungsgrad und gewünschten Ergebnissen ab. Als Orientierung dienen unsere Pakete:

Leistung Umfang Preisrahmen Lieferzeit
Basis-Aufmaß bis 400 m² BGF 800–1.500 € 5–7 Werktage
Planungs-Aufmaß MFH bis 500 m² 2.500–5.000 € 1–2 Wochen
Ausführungsplanung & Denkmal bis 2.000 m² BGF 12.000–17.000 € 3–8 Wochen
Scan-to-BIM Konzept & Machbarkeit 1.200–2.000 m² BGF 3.900–5.600 € 1–2 Wochen
Scan-to-BIM Entwurf & Genehmigung 3.000–5.000 m² BGF 10.100–15.700 € 3–4 Wochen
Scan-to-BIM Ausführung & Denkmalschutz 5.000–10.000 m² BGF 25.900–53.000 € 6–8 Wochen

Planungsgrundlagen aus dem Laserscanning liefern wir in der Regel innerhalb von 10–15 Werktagen. Für Umbau- und Sanierungsprojekte zeigt sich die Wirtschaftlichkeit vor allem in der Planung: Gegenüber konventionellen Verfahren liegt die Zeitersparnis bei Sanierung und Umbau bei 60 %, bei der Mengenermittlung bei 60–80 %.

Den Aufwand bestimmen weniger die Quadratmeter als die Frage, was modelliert werden soll. Eine leere Halle ist schneller ausgewertet als ein Technikgeschoss mit dichter Installation. Genau deshalb lohnt sich das Vorgespräch: Sie können Ihr Projekt anfragen und erhalten innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung.

As built – fertiggestellter Neubau in Stuttgart bei der Übergabe
Bei der Übergabe entscheidet sich, ob die Dokumentation den gebauten Zustand zeigt oder nur den geplanten.
Nutzen

Nutzen im Betrieb: Umbau, Facility Management, Digital Twin

Die Dokumentation des gebauten Zustands ist kein Selbstzweck. Ihren Wert entfaltet sie in drei Situationen:

UmbauPlanung ohne ÜberraschungenArchitekten und Fachplaner planen auf dem echten Bestand. Kollisionen mit Unterzügen, Schächten oder Trassen werden am Bildschirm sichtbar statt auf der Baustelle.
BetriebFacility ManagementFlächen, Räume und technische Anlagen sind auffindbar dokumentiert. Wartung, Vermietung und Instandhaltung greifen auf eine gemeinsame Datengrundlage zu.
ZukunftFortschreibung zum Digital TwinDas Modell lässt sich mit Betriebsdaten verknüpfen und bei jeder Änderung aktualisieren – so wird es zum digitalen Zwilling.

Wer den Schritt zum digitalen Zwilling plant, findet die Grundlagen in unserem Beitrag zum digitalen Zwilling für Gebäude. Die Basis ist immer dieselbe: ein Modell, das den tatsächlichen Zustand zeigt. Unsere Scan-to-BIM-Leistung liefert dieses Modell so, dass es sich später erweitern lässt.

Unser Schwerpunkt liegt in Stuttgart und Baden-Württemberg, wir arbeiten aber ebenso in Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf. Seit unserer Gründung 2021 arbeitet bei parallelum ein interdisziplinäres Team aus Vermessungsingenieuren, Architekten und Software-Entwicklern an Projekten in ganz Deutschland.

FAQ

FAQ: Häufige Fragen

Was heißt as built auf Deutsch?
As built bedeutet „wie gebaut“. Gemeint ist der tatsächlich ausgeführte Zustand eines Bauwerks im Unterschied zum geplanten. Im Deutschen spricht man auch von Bestands- oder Revisionsdokumentation. Wie eine solche Bestandsaufnahme von Gebäuden methodisch abläuft, erklären wir in einem eigenen Ratgeber.
Was ist der Unterschied zwischen As-built-Plan und Bestandsplan?
Ein Bestandsplan zeigt oft nur den Stand, der zuletzt bei der Behörde eingereicht wurde. Ein As-built-Plan basiert auf dem tatsächlich gebauten Zustand, idealerweise auf einer Messung. Wie Sie an vorhandene Unterlagen kommen, lesen Sie in unserem Beitrag Baupläne und Bauakte einsehen.
Wer erstellt die Dokumentation des gebauten Zustands?
Bei Neubauten tragen häufig die ausführenden Firmen und Planer Änderungen nach. Im Bestand oder wenn die Nachträge fehlen, beauftragen Sie ein Vermessungsbüro mit einem Gebäudeaufmaß, das den Ist-Zustand misst und daraus Pläne oder ein Modell erstellt.
Wie genau ist eine As-built-Dokumentation per Laserscan?
Wir arbeiten mit ±20 mm Modellgenauigkeit, auf Wunsch ±10 mm; ≤ 10 mm zur Realität mit tachymetrischer Kontrolle. Mehr zum Verfahren finden Sie auf unserer Seite zum Laserscanning von Gebäuden.
Was kostet die Dokumentation?
Ein Basis-Aufmaß bis 400 m² BGF liegt bei 800–1.500 €, Scan-to-BIM-Pakete beginnen bei 3.900–5.600 € für 1.200–2.000 m² BGF. Die Zusammenhänge erklärt unser Ratgeber zu Kosten und LOD-Stufen bei Scan-to-BIM.
In welchem Format erhalte ich das Modell?
Typisch sind 2D-Pläne als DWG oder PDF, das Modell im nativen Format Ihrer BIM-Software oder als offenes Austauschformat sowie die Punktwolke. Wie das offene Format funktioniert, zeigt unser Beitrag zur IFC-Datei im BIM-Prozess.
Fazit

Fazit: As built als verlässliche Planungsgrundlage

As built ist mehr als ein Fachbegriff: Es ist die Antwort auf die Frage, worauf Sie eigentlich planen. Genehmigungs- und Bestandspläne zeigen, was einmal vorgesehen war. Die As-built-Dokumentation zeigt, was tatsächlich gebaut wurde – mit allen Umbauten und Abweichungen. Per Laserscan erfasst, mit Kontrollpunkten geprüft und als Plan oder BIM-Modell ausgearbeitet, wird sie zur verlässlichen Grundlage für Umbau, Sanierung und Betrieb.

Wenn Sie vor einem Umbau, einer Hallenumplanung oder dem Aufbau eines digitalen Zwillings stehen, sprechen Sie mit uns über den passenden Umfang.

Sie brauchen eine As-built-Dokumentation?

Wir erfassen Ihr Gebäude per Laserscan und liefern Pläne, Punktwolke und BIM-Modell des tatsächlichen Zustands. Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden.

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Lars Beckmann

Lars Beckmann
Geschäftsführer · parallelum GmbH

Gegründet 2021 in Stuttgart. Spezialisiert auf 3D-Laserscanning, Scan-to-BIM und Bestandsdokumentation für Architekten, Facility Manager und Projektentwickler in ganz Deutschland.